Warum nicht nur junge Menschen Orientierung brauchen. Mit Alexander Steffen
Shownotes
Warum springen junge Menschen oft schon ab, bevor ihre Ausbildung überhaupt beginnt? Und was können Unternehmen tun, um junge Talente vom ersten Kontakt an wirklich zu erreichen und zu binden?
In dieser Folge spreche ich mit Alexander Steffen über die entscheidenden Touchpoints auf dem Weg in die Ausbildung. Von der ersten Begegnung auf einer Ausbildungsmesse bis hin zum Onboarding im Unternehmen. Wir sprechen darüber, warum Orientierung für viele junge Menschen so schwierig ist, welche Rolle Eltern in der Berufsentscheidung spielen und wie Unternehmen Recruiting und Onboarding so gestalten können, dass junge Talente nicht nur anfangen, sondern auch bleiben.
Alexander teilt außerdem Einblicke aus der Praxis: Wie ein Kennenlerntag statt klassischem Assessment Center funktionieren kann, warum authentische Einblicke wichtiger sind als Hochglanzversprechen und wie ein gutes Onboarding bereits lange vor dem ersten Arbeitstag beginnt.
💬 Zentrale Botschaft:
„Radikal authentisch sein: im Recruiting genauso wie im Onboarding.“
Kernaussagen:
- Viele junge Menschen sind bei der Berufswahl nicht unmotiviert, sondern schlicht überfordert von der Komplexität der Möglichkeiten.
- Eltern spielen im Recruiting eine größere Rolle, als viele Unternehmen denken – besonders bei der Berufsorientierung.
- Onboarding beginnt nicht am ersten Ausbildungstag, sondern bereits nach der Vertragsunterschrift durch gezielte Touchpoints.
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Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zum Young Talents Podcast, powered by Ausbildung.de.
00:00:10: Mein Name ist Stefan Berndt und ich bin HR-Experte und Podcastar.
00:00:15: Heute sprechen wir über einen Moment der oft unterschätzt wird nämlich die ersten Kontakte zwischen Unternehmen und jungen Menschen.
00:00:22: Denn genau dort entscheidet sich häufig schon ob aus Interesse wirklich eine Bewerbung wird oder ob jemand einfach weiter klickt.
00:00:30: Mein heutiger Gesprächspartner beschäftigt sich genau mit diesen entscheidenden Touchpoints.
00:00:35: Er schaut darauf, wo im Weg in die Ausbildung Brüche entstehen vom ersten Eindruck über den Bewerbungsprozess bis hin zum Onboarding im Unternehmen.
00:00:44: Sein Blick darauf ist sehr klar – weniger verwalten mehr bewusst gestalten!
00:00:49: Es geht darum wie Unternehmen junge Talente wirklich erreichen, begeistern und vom ersten Kontakt an binden.
00:00:56: Mit Lösungen die im Alltag funktionieren und nicht nur auf dem Papier gut klingen.
00:01:01: Mit ihm spreche ich heute darüber, was Unternehmen in den ersten Begegnungen besser machen können – und warum gerade Onboarding ein oft unterschätzter Hebel ist!
00:01:12: Und damit viel Spaß beim heutigen Gespräch mit Alexander Steffen.
00:01:17: Alex laut dem Azubi-Report für das Jahr bis zum Ende des Jahres weiß fast die Hälfte der jungen Menschen nicht wie ihre berufliche Zukunft aussehen könnte.
00:01:28: Ist das noch ein Problem der jungen Menschen oder einen Versagen unserer Berufsorientierung?
00:01:33: Ja, ich würde eine Gegenfrage stellen wissen wir wie unsere berufliche Zukunft aussieht?
00:01:37: aktuell?
00:01:38: Ich glaube nicht.
00:01:39: also die halbwärtszeit von Berufsorientierungen wird immer geringer.
00:01:44: ja ich glaube schon dass er auf der berufs orientierungsseite liegt weniger bei den jungen menschen und wenn wir ehrlich sind Also ich weiß nicht, ob das bei mir anders war.
00:01:54: Meine Eltern haben sich für mich beworben.
00:01:56: also ich glaube... Ich war maximal unorientiert.
00:02:01: Boah da stellst du so ungestellte Frage auch an mich ne?
00:02:04: Ja.
00:02:05: Ich glaub' bei mir war es damals sehr ähnlich.
00:02:07: Ich hab eine Bankausbildung gemacht.
00:02:09: Ja.
00:02:09: Also jetzt zwanzig Jahre her.
00:02:12: Habt ihr's gerne gemacht damals in der Volksbank Kloppenburg?
00:02:14: Nein!
00:02:14: Das ist jetzt hier unbezahlte Werbung die heißt mittlerweile gar nicht mehr so weil die Banken ja komplett fusionieren und sowas.
00:02:21: Ich glaube meine Eltern waren damals involviert, weil sie jemanden bei der Bank kannten im privaten Umfeld.
00:02:29: und dann hieß es unser Sohn bewirbt sich.
00:02:31: Und ich glaube damals bist du dann wirklich auf einen anderen Stapel gelandet bei den Bewerbungen?
00:02:36: Weil ansonsten sag mal so objektive Fakten die man sich vielleicht anschaut das war jetzt bei mir definitiv nicht Schulzeugnis-Schulmote.
00:02:46: Ja ich glaube bei uns oder bei mir war dass auch der gepimpte Lebenslauf so viel vorweisen konnte ich noch nicht und ich glaube die das gerade einrücken was sich selbst vielleicht nicht hinbekommen hätte.
00:02:57: Das war dann der Quantensprung, der geholfen hat.
00:03:03: Lass uns mal ein bisschen tiefer drauf schauen auch wenn wir von jungen Menschen sprechen und ich bin da auch voll ents bei dir dass es bei uns damals auch sehr ähnlich war und dass ist eher an der Berufsorientierung liegt als an jungen menschen Was können wir denn jetzt zu Beginn des Podcasts von uns beiden den jungen Menschen, die jetzt vielleicht auch zuhören beziehungsweise andersherum?
00:03:21: Auch die natürlich junge Menschen einstellen am Ende des Tages.
00:03:26: Was können we denen mal als erstes zurufen um diesen jungen menschen mehr Orientierung zu geben?
00:03:32: wo können wir da starten?
00:03:35: Ja also ich würde anfangen mit wie wir schon beide festgestellt haben Ich glaube so viel anders war es früher nicht.
00:03:41: Der Unterschied ist vielleicht die mediale Nutzung, dass V-Recruiting passiert.
00:03:45: Aber ich glaube es gab auch früher ganz viele verstrahlte junge Männer und Frauen, die einfach keinen Plan hatten.
00:03:53: Nicht zumindest du also zwei sind wir schon mal macht hundert Cent von dem Podcast.
00:03:59: Und es gab natürlich auch die die Folter hinterklemmt.
00:04:02: Die Frage ist ja wie die älterliche Einbindung früher versus heute war?
00:04:06: Wie Medien einbindungen heute versus früher.
00:04:09: Das hat sich schon massiv geändert.
00:04:13: Von daher, also Rekruting verändert sich aber so vom Grundprinzip ist es glaube ich immer noch das Gleiche.
00:04:20: Es gibt talentierte junge Menschen und es gibt junge Menschen die noch keinen Plan haben.
00:04:25: Punkt!
00:04:27: Ich musste tatsächlich gestehen.
00:04:28: Ich hatte damals einen sehr klaren Plan, war aber trotzdem maximal chaotisch.
00:04:33: Also ich wusste schon als Abitur noch nicht in der Tasche war dass sich meine Bankausbildung anfangen werde.
00:04:39: also ich habe mich da im Rekrutierungsprozess dann durchgesetzt.
00:04:42: Ich konnte mich damals schon wohl die Note nur bei einer drei Komma Drei am Ende des Tages war, konnte ich mich damals gut ausdrücken und den Position bringen und entsprechend hat man mir dann halt ein Angebot gemacht diese Ausbildung zu starten.
00:04:55: Und ich wollte das unbedingt, meine Eltern erzählen heute noch Stefan seit der fünften Klasse.
00:05:00: Das war bei uns in Niedersachsen Orientierungsstufe damals.
00:05:03: Sagt das Wort ja auch schon wieder ne?
00:05:04: Aber es war völliger Quatsch weil das war die Orientierung in Richtung Gymnasialempfehlung oder Realschule or whatever.
00:05:11: und da habe ich wohl immer schon gesagt Ich will in die Bank!
00:05:14: Ich will nichts anderes machen als hinterm Schalter stehen und Überweisungsträger einscannen und dann Kunden bedienen.
00:05:21: mega Das
00:05:22: Bild, die Aufgaben, die dort gemacht werden haben sich in den zwanzig Jahren jetzt ja komplett diametral gewandelt.
00:05:29: Das heißt das was wir wenn wir von Passung sprechen auch für Bankazubis ist heute eine andere Welt.
00:05:37: aber trotzdem gibt es immer noch mal wieder so Kernelemente wo wir jetzt in den ersten fünf Minuten auch schon festgestellt haben diese sind immer recht ähnlich oder gleich Generationen unabhängig Wie stark oder wie wichtig empfindest du?
00:05:52: Du hast es jetzt schon zweimal gesagt Eltern hier, Eltern da.
00:05:56: Wie wichtig oder wie entscheidend für Ausbildungserfolg ist auch die Einbindung von Eltern und Familie so ganz grundsätzlich.
00:06:06: Für den Ausbildungserfolg nicht weil am Ende die Ausbildung machen dann schon ja so wie selbst aber vielleicht Schritt vorher.
00:06:14: für das Rekroting sind sie immer nennt wichtig.
00:06:17: Ähm das, ja Eltern sind die besten und schlechtesten Berufsberater.
00:06:23: Also an einem Tisch.
00:06:25: Man muss ja auch ganz nüchtern, die haben halt ihre eigene Lebenswirklichkeit.
00:06:29: Sind aus welchen Zuständen noch immer in ihren Job gekommen?
00:06:33: Und das versuchen sie natürlich für ihr Kind weiterzugeben.
00:06:37: Das am Abendbrotstisch!
00:06:39: Insofern ähm ich schätze jedes Elternteil was mit auf eine Messe kommt.
00:06:43: Ich schicke die dann extra Runde laufen quatscht mit den Kindern.
00:06:47: Wenn die dann zurückkommen, dann quatsche ich mit den Eltern.
00:06:51: Am Ende stellen die nochmal andere Fragen für die Eltern wichtig sind.
00:06:56: Die sind genauso wichtig, die Fragen zu beantworten weil am Abend Bruttstisch resümieren sie wieder mit ihrem Kind und wenn ich die Eltern gewonnen habe gibt es da auch einen guten Zuspruch abends.
00:07:07: Guck mal hier mal jung.
00:07:08: das ist ein toller Betrieb.
00:07:13: Also Eltern sind wichtig, Eltern wollen sich auch informieren.
00:07:16: Sind aber auch überfordert.
00:07:18: also was gibt's?
00:07:19: Dreihundert Berufe, einundzwanzigtausend Studiengänge.
00:07:22: wer soll da durchsehen?
00:07:24: Fachinformatiker in vier Ausprägungen.
00:07:26: Bankaufmann Digitalisierungs das ist ja Wahnsinn!
00:07:32: Aber das hatten wir doch damals auch schon, oder?
00:07:35: Wir hatten vielleicht nicht einundzwanzigtausend Studiengänge sondern vielleicht fünfzehntausend was auch schon maximal zu viel ist gefühlt.
00:07:42: Und wir hatten vielleicht keine dreihundert Ausbildungsberufe sondern vielleicht zweihundertfünfzig und nicht vielleicht verschiedene Vertiefungen.
00:07:51: Das war doch damals so.
00:07:52: aber ich kann mich nicht daran erinnern dass ich mal auf einer Messe war und meine Eltern waren damit dabei.
00:07:58: Ich habe das immer wieder irgendwo gesehen Worauf ich hinaus will, Alex?
00:08:02: Was stellen Eltern für Fragen.
00:08:05: Was kommt dabei dir durch im Gegensatz zu den jungen
00:08:08: Menschen?".
00:08:10: Ja so Sicherheitsbestreben wie sind die Rahmenbedingungen?
00:08:13: das ist also... Ich habe jetzt das nicht statistisch erhoben aber gefühlt.
00:08:20: Den Kids egal.
00:08:21: in allererster Linie geht es darum okay wie ist das Klima?
00:08:25: was mache ich da?
00:08:26: Und die Eltern fragen dann schon, okay wir sind wirklich die Übernahme Garantien.
00:08:31: Gibt es eine Betriebsvereinbarung?
00:08:33: Ist das öffentliche Dienst?
00:08:34: also da merkt man die Lebenserfahrungen schon worauf Wert gelegt wird und das Fragen Eltern so und dass danach der Runde die sie auf der Messe drehen und dann zu dem Kind wieder dazukommen.
00:08:49: Meistens ist ja dieses Hinschub und das Kind hat vielleicht keinen Bock.
00:08:53: Das muss man erstmal überwinden und dann oft kriegt man auf Augenhöhe mit den Kandidaten schon ein gutes Gespräch hin.
00:09:00: Und die Eltern stellen ja nochmal so die Fragen, die fehlen.
00:09:04: Wenn du jetzt auf so einem Lass uns mal bei dem Beispiel einer Ausbildungsmesse auch bleiben wenn du damit jungen Menschen in den Austausch kommst Ist das für dich schon eine gewisse Art von Preselection im Recruiting-Prozess?
00:09:17: Oder ist es für dich ausschließlich die Situation, dass du quasi auf dich als Ausbildungsbetrieb aufmerksam machst.
00:09:24: Wie müssen wir uns das vorstellen?
00:09:25: Ja beides!
00:09:27: Also und vielleicht schon mal nicht nur ich mache die Preselections sondern dir auch.
00:09:33: In allererster Linie geht's mir erst einmal um so ein Ankerpunkt Bindung aufbauen zeigen, Ja, vielleicht auch cooler oder sympathischer Ausbildungsbetrieb sein.
00:09:45: Ähm so dass wenn die später in ihrem Bewerbungsprozess sind und gucken okay guck mal auf der Messe habe ich mit denen den und denen gesprochen.
00:09:52: Ich hab hier dreimal den gleichen Ausbildungspfiff.
00:09:55: ach das war ja am nettesten ne?
00:09:57: Also das nicht so ein Anker zu setzen Dann klar Wenn wir Top-Kandidaten haben ich würde gerne mal machen einen Goldenes Ticket raus geben Das wäre eigentlich voll die coole Idee.
00:10:07: Die Goldenes ticket Gespräch war mega kommen direkt ins Interview Aber schon auch aktive ansprechen, also wenn da jemand wirklich Interesse hat, Commitment zeigt und irgendwie vielleicht auch schon das Unternehmen zuordnen kann dann direkt ein Signal zu geben.
00:10:24: komm hier hast du meine direkte E-Mail schreibt mir doch mal deine Unterlagen.
00:10:29: Also denen vom Markt weg wie sagt man weg snacken oder weg fegen wir auch immer damit.
00:10:36: der also gesichert ist zumindest fürs Interview oder für weitere Gespräche.
00:10:41: Worauf schaust du da genau, wenn du sagst es ist so ein bisschen mix aus allem also klar.
00:10:45: auf der einen seite präsentiert man sich als unternehmen.
00:10:49: ich glaube das ist mittlerweile relativ klar dass das zum employer branding dazugehört.
00:10:53: Dass man auch mit den generationen auf augenhöhe miteinander spricht dass man die vielleicht nicht unbedingt besiegt ich weiß wie du's machst aber dass man da vielleicht auch in du ist weil das sind ja meistens relativ betrachtet, jüngere Menschen als wir und dann irgendwie freundlich das du anzubieten.
00:11:10: Aber wo schaust Du dann so preselection technisch?
00:11:14: Gibt es irgendein Skill auch einen Future-Skill, wo du sagst da gucke ich besonders drauf weil da kann ich vielleicht sogar noch drei vier andere Dinge heraus ableiten.
00:11:23: Ja also die Motivation fürs Unternehmen schaffe ich in der Ausbildung aber was sich nicht schaffen kann ist diese erste Orientierung für so einen Job.
00:11:35: also ich hab Bock auf Menschen.
00:11:37: Ja, ich möchte warum auch immer hinter einem Scheiter stehen bei der Bank?
00:11:42: Keine Ahnung, aber dass das schon da ist dieses erste Interesse für die Richtung muss ja nicht wissen welcher Fachinformatiker bei uns angeboten werden würde.
00:11:53: Aber so eine Idee davon was er tut oder ich komme aus der Veranstaltungsbranche Einfach auch mal Bock gemeinsam mit einem Team so eine Veranstaltung aufzubauen, das zu erleben.
00:12:05: Das ist dieses Gefühl sollte schon erkennbar sein.
00:12:10: Future Skills ja ich glaube nach wie vor irgendwie in meinem Business reden können.
00:12:15: Ich glaub schon im Bereich Büromanagement wäre es nicht so wichtig.
00:12:19: aber im Bereich Event Management Veranstaltungen ist es unheimlich wichtig dass man kommunizieren kann, dass man den Mund aufbekommt.
00:12:28: Punkt so.
00:12:28: aber da vielleicht noch einen Hinweis.
00:12:31: Auch nicht zwingend, wir haben ja eine Azubi Gruppe die wir einstellen und dann ist mir auch wichtig dass das heterogenes also der eine der sich vielleicht nicht mit einer hundertprozent Lösung aber traut auf die bühne zu stellen Und dann vielleicht noch jemanden im hintergrund alles einhundert prozent organisiert Aber nicht so kommunikativ ist.
00:12:50: also so da eine gruppe daraus zu formen das ist fast noch wichtiger.
00:12:55: Das wäre jetzt meine anschließende Frage gewesen, wie du quasi herausfindest welche Kompetenzen also welches Skills du am Ende des Tages auch dann natürlich im Interviewprozess vielleicht auch mit Arbeitsproben noch mal mehr prüfst.
00:13:08: Aber wie kommt ihr auf diese teilweise auch überfachliche Kompetenz?
00:13:14: Wie beispielsweise Kommunikationsfähigkeit oder Organisationsfähigkeit?
00:13:20: Wie kommt ihr auf diese Kompetenzen?
00:13:22: setzt ihr euch da in den Fachbereichen zusammen und erarbeitet das?
00:13:25: oder wie müssen wir uns das vorstellen?
00:13:27: Ja, wir haben einen Auswahlverfahren ausgearbeitet was dahingehend Klarkompetencen prüft.
00:13:39: Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht zum Beispiel nicht zu einem Assessment Center einzuladen sondern zu einem Kennenlerntag.
00:13:46: So erstmal auf einer Metarebene Barrieren abbauen und die dann kennenlernen impliziert ja, dass beide Seiten sich kennenlern.
00:13:54: Das heißt auch das die Entscheidung... Auf beiden Seiten liegt nicht nur Assessment Center One Way wir entscheiden wie du den Paper Pencil Test bestritten hast sondern gemeinsam entscheiden und das transportiert sich durch das Verfahren.
00:14:07: das heißt da auch irgendwie eine Offenheit ne Augenhöhe herstellen.
00:14:11: Und dann guckt man in dem Kennenlernentat gibt es genug Punkte, wo Kandidaten reden können.
00:14:16: Auch mal reden müssen wie sie kommunizieren können.
00:14:20: so das alleine reicht noch nicht.
00:14:22: diese Kompetenz wird dann später im Interview in Präsenz auch nochmal gegen gecheckt.
00:14:28: gibt ja die die in der Gruppe untergehen völlig
00:14:30: fein.
00:14:31: Dann guckt Man okay wenn man im Einzel eins zu Eins ist.
00:14:35: Kann er denn den Mund aufmachen oder Nicht?
00:14:37: Ja Oder Ist Vielleicht Die Kommunikationskompetenz die Kompetenz, die wir fördern müssen.
00:14:42: Wenn aber alles andere Teamfähigkeit oder so voll ausgeprägt ist?
00:14:49: Jetzt haben wir die Leute eingestellt jetzt sind sie da dann es bei vielen Unternehmen so hoch.
00:14:54: Die Azubis kommen morgen Es ist Ende Juli und Anfang August starten wir den ganzen Spöckes.
00:14:59: Wie läuft das bei dir und bei euch ab?
00:15:01: habt ihr einen gesetzten Onboarding Prozess wie man ihn so schön nennt Oder wie gestaltet ihr dass?
00:15:08: ja?
00:15:08: also wenn das passiert Dann hast du ziemlich alles falsch gemacht.
00:15:13: Sollts geben, solls immer noch geben.
00:15:15: Ja
00:15:16: und der Käsekuchen am ersten Tag in der Ausbildung soll es auch geben.
00:15:24: Also im Grunde fängt's ja bei der Messe an die Thema Bindungen aufbauen.
00:15:28: Es geht dann weiter im Auswahlverfahren wo die Azubis aus den höheren Jahrgängen mit eingebaut sind.
00:15:34: Die dürfen auch mit entscheiden.
00:15:35: ganz wichtig weil das Die besten role models eigentlich sind.
00:15:39: die sind ganz authentisch und oft auch ganz kritisch gegenüber den neuen weil die wollen ja nur das beste fürs eigene unternehmen.
00:15:47: Wenn wir dann aber die Kandidaten oder dann die Azubis an Bord haben, geht es eigentlich los so.
00:15:53: ich sage immer so touchpoint setzen mal eine handgeschriebene karte also nicht hier mit dem computer ausgedruckt sondern meine postkarte schicken.
00:16:01: kleines paket also auch vertragsunterlagen kannst du ja irgendwie hübsch verpacken.
00:16:06: packst du was dazu?
00:16:07: ich mein im eventbereich hast viele goodies packs admin rein, so thema identifikation aufbauen.
00:16:14: wir haben auch mal die möglichkeit.
00:16:16: Die zu veranstaltungen einzuladen sodass ihr auch dieses feeling schon bekommen also emotional an uns gebunden werden sodass wir mitbeginn der ausbildung quasi quasi gar keine absprünge haben das schonmal.
00:16:32: Und dann haben wir das klassische Onboarding, wo wir uns zwei Wochen mit denen wirklich intensiv zusammensetzen.
00:16:39: Sprich, Programme ausgestaltet haben die ersten zwei Tage starten extern, wo alle Azubis sich zusammen kennenlernen, Stichwort Netzwerk bilden.
00:16:49: und dann ist so einatmen, außeratmen.
00:16:51: also was Leute kennenlern dass Unternehmen kennenlärm auch Regeln kennenlären aber auf der anderen Seite gemeinsam grillen Gemeinsam Film schauen, also so eine gute Waage aus.
00:17:03: Schon auch bespaßen aber auch quasi die Kultur des Unternehmens so kennenlernen dass ich ready bin meine Ausbildung zu starten.
00:17:13: Wie kommt das bei der jungen Zielgruppe an?
00:17:15: und hast du vielleicht sogar einen Fakt oder Daten für uns was das mit den Abbrecherquoten macht?
00:17:23: Ja also kommt natürlich mega an Spaß beiseite sind schon happy geben aber auch baked man es mal so lang mal zu kurz war also wir.
00:17:33: Adaptieren quasi jedes Jahr schon mal drei wochen gemacht da sind dann am ende ob so halbe zombies rumgelaufen weil das denn zu viel war an input, sodass wir gekürzt haben.
00:17:44: dann haben wir die diesen modus vormittag input nachmittag output das war ganz gut so.
00:17:51: abbrecherquoten finde ich schwierig.
00:17:55: Also worauf das so impliziert ist, ja so Thema Probezeitkündigung oder nicht haben wir auch immer mal.
00:18:01: Ja
00:18:01: aber das kann ja.
00:18:02: das kann einmal heißen eine Seite für eine Seite passt das nicht?
00:18:06: Wir haben eine verloren die es nach Bali gegangen.
00:18:08: da sage ich okay gut da kann ich nicht mithalten.
00:18:12: Einen haben wir mal verloren weil's einfach also soziale nicht gepasst hat auch mit vielen Gesprächen.
00:18:18: insofern das sind Gründe warum die Probe Zeit natürlich geendet ist.
00:18:25: so Abbruch in der Onboarding-Phase, so hatten wir jetzt in dem Sinne eigentlich quasi gar nicht.
00:18:32: Weil wir schon sehr viel Arbeit vorher investieren auch sagen okay pass auf bei uns gibt es Bereiche da wird nur gesiezt und gibt Bereiche dort geduzt.
00:18:42: Und starten mal mit einem sieh viele bieten dir das du an beim manchen bleibst du bei einem.
00:18:47: siehe so ist das also dass diese Einschätzung die Lebenswirklichkeit passt.
00:18:53: Ja, finde ich finde ich total gut weil man sich da glaube ich auch als junger mensch richtig schnell richtig viel auch verbrennen kann an so einem tag eins wenn man auf diesen wir sind bei uns unter den jungen menschen doch eh alle beiden du was wollen will die ältere ältäre generation der mit dem sie oder so.
00:19:12: Ich glaub da wirklich dann auch höflich darauf zu achten was so die Unternehmensgeflogenheiten sind das aber im vorfeld einmal Wirklich konsolidiert einmal irgendwie so ein Paket zu bekommen.
00:19:24: Hey, achtet auf diese drei Dinge und dann kann euch eigentlich gar nichts passieren.
00:19:28: und dann roppt euch immer mal wieder ran und dann machen wir bisschen sparring und guck mal wie es funktioniert finde ich schon echt gut.
00:19:35: und damit streut ihr ja auch und werdet dann wirklich dazu zu einem Magneten für Azubis weil das ist ja etwas was die dann in ihrem Freundeskreis Abends beim Birchen oder was weiß ich, was die junge Generation gerade trinkt.
00:19:50: Ja bei uns war es damals ein Bierchen.
00:19:53: das erzählen die sich ja was auf Arbeit passiert?
00:19:56: Absolut!
00:19:58: Und nichts ist ja schlimmer als den Kohlenbewerbungsprozess per Du zu gestalten.
00:20:03: und dann kommen sie am ersten Tag und der Vorstand im See und dem Anzug du sitzt da in Business Casual und denkst dir wo bin ich gelandet?
00:20:14: Genau.
00:20:14: Und ich glaube, das ist etwas, dass unterschätzen viele noch sehr.
00:20:20: Dass das teilweise auch noch so ist.
00:20:21: So war es bei uns tatsächlich um da die Brücke zu schlagen in der Bank auch aber da war der ganze Prozess auch im Sieh und es gibt eigentlich nichts Schlimmeres als wenn du da einen Medienbruch drin hast.
00:20:34: Also dann fallen die Leute in ein kleines Loch erstmal rein weil dann passt auf einmal das was man sich im Rekrutingprozess zusammengesponnen hat passt auf einmal nicht in die Wirklichkeit, die man dann in der Ausbildung verortet.
00:20:47: Und ich glaube da bewusst raus zu ziehen bevor man wirklich ins Daily geht und darauf hin weiß dass das kulturell bei uns so ist.
00:20:56: Man muss das ja nicht geil finden sofort ne?
00:20:58: Also bin großer Freund davon sich das in eine neutrale Box quasi zu packen gedanklich Bevor man irgendwie sagt links oder rechts oder er sagt gut oder schlecht.
00:21:07: wir sind als Menschen und das sind alle sind junge und alte Menschen, egal welchen Alters.
00:21:14: Wir wollen immer sofort bewerten und lösen – was weiß ich denn alles?
00:21:19: Aber da einfach mal für den Moment das zu akzeptieren ist glaube ich ein wirklich gut gemeinter Rat.
00:21:27: Ja radikal authentisch sage ich immer!
00:21:30: Da wo viel Sonne ist fällt halt auch Schlagschatten und das gehört dazu.
00:21:35: Wenn du die maximale Irritation hast beim Start, dann hast du halt nur Sonne gezeigt.
00:21:41: So ist es nicht!
00:21:43: Ja ich weiß nicht von wem das Zitat ist... Das muss sich im Nachgang an unser Interview mal rausfinden.
00:21:47: aber nichtses ohne seinen Gegenteil war oder zwei Seiten einer Medaille ne?
00:21:53: Oder zwei Seiten derselben medaille Dann hast Du halt links und rechts Und ich glaube dass muss beachtet werden.
00:21:59: und da sind wir wieder bei dem Thema Orientierung vom zu Beginn.
00:22:05: dann ist es auch irgendwie kein kein großes keine große überraschung mehr das gefühlt.
00:22:11: jeder zweite junge mensch sagt ich habe sogar keinen plan verdammt.
00:22:16: Ich weiß gar nicht in welche richtung.
00:22:18: wer soll denen denn die komplexität nehmen, dass müssen wir ja einen stück weit machen.
00:22:24: aber ich fand es voll gut als du gesagt hast naja also die ausbildung machen die ja schon noch dann selber ne?
00:22:29: Aber ich glaube wir sind diejenigen als Ausbildungsverantwortliche einen Raum bauen, architektonisch gesprochen und sagen okay das ist der Weg den wir gemeinsam gehen können.
00:22:41: Wir können mal links und rechts ein bisschen daran vorbei aber grundsätzlich ist das hier unser roter Faden.
00:22:48: Das hat gut funktioniert!
00:22:49: Wir adaptieren von Jahr zu Jahr und dann schauen wir rüber rauskommen und ich glaube dass gibt per se Orientierung.
00:22:58: Ja absolut
00:23:01: zum Abschluss was is dein Oder was ist dein Number One Tipp zum Thema Orientierung für junge Menschen?
00:23:10: Mit drei, vier einfachen Worten Alex.
00:23:15: Mach das so wie ihr euch das auch wünschen würdet.
00:23:18: Kommuniziert auf Augenhöhe und bleibt radikal authentisch!
00:23:24: Radikal authentisch, das ist ein schönes Wording.
00:23:26: Damit lasst uns die heutige Podcast-Episode in den Kasten hauen!
00:23:30: Ich danke dir für deine Zeit Alex, Grüße gehen rüber nach Berlin aus Mannheim und ich freue mich auf den nächsten Austausch und viel Spaß und viel Erfolg auf dem Embrace Festival im Juni.
00:23:42: Danke dir.
00:23:44: Ciao.
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