Wie interaktive Formate das Azubi-Recruiting verändern. Mit Stephan Egbringhoff

Shownotes

In dieser Folge spricht Stefan Berndt mit Stephan Egbringhoff von AKEYI über die Frage, wie Unternehmen junge Menschen heute noch wirklich erreichen. Ausgangspunkt ist der azubi.report 2025/26: Wenn junge Menschen längst mit KI arbeiten, klassische Berufsorientierungsformate aber oft noch aus einer anderen Zeit stammen – was bedeutet das für Azubi-Recruiting?

Im Gespräch geht es um Gaming, interaktive Formate, Aufmerksamkeit, Orientierung, Erwartungsmanagement und die Frage, warum Unternehmen nicht nur vorne im Funnel kreativ sein müssen, sondern auch ihre Prozesse dahinter sauber aufstellen sollten.

💬 Zentrale Botschaft:

Interaktive Formate sind kein Spielzeug im Recruiting.

Kernaussagen:

  1. Klassische Berufsorientierungsformate verlieren an Wirkung, weil junge Menschen anders Informationen aufnehmen und verarbeiten.
  2. Aufmerksamkeit allein reicht nicht: Unternehmen müssen Interesse halten und in echte Orientierung übersetzen.
  3. Azubi-Recruiting braucht Klarheit: Unternehmen müssen wissen, wen sie suchen und was sie realistisch anbieten können.

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Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zum Young Talents Podcast, powered by Ausbildung.de.

00:00:10: Mein Name ist Stefan Berndt und ich bin HR-Experte und Podcaster.

00:00:14: Heute habe ich einen Gesprächspartner dabei der sich den Ausbildungsmarkt nicht aus der Theorie anschaut sondern ganz konkret daran arbeitet wie Unternehmen junge Menschen überhaupt noch erreichen.

00:00:25: er ist Gründer und CEO von Akeji und geht ein Weg den viele Unternehmen sich vielleicht noch nicht trauen Weg von klassischen Karriere-Seiten und Stellenanzeigen hin zu interaktiven Erlebnissen, die Berufe wirklich erlebbar machen.

00:00:38: Mit seinem Team entwickelt er Recruiting & Employer Branding Games die Bewerbende im Schnitt mehrere Minuten fesseln – und gleichzeitig zeigen wie der Arbeitsalltag tatsächlich aussieht!

00:00:49: Über hunderttausend Spielsessions sprechen da eine ziemlich klare Sprache.

00:00:55: Sein Antrieb, Recruiting darf nicht nur informieren sondern muss begeistern und zwar so dass daraus echtes Interesse entsteht und nicht nur einen kurzer Klick.

00:01:04: Erdenkt Recruitting konsequent aus der Perspektive der Zielgruppe stellt klassische Formate in Frage und zeigt wie Unternehmen Aufmerksamkeit nicht nur gewinnen sondern auch halten können.

00:01:13: ich freue mich sehr auf das heutige Gespräch mit Stefan Eckbringhoff.

00:01:19: Stefan, wenn die Mehrheit der Azubis schon mit KI arbeitet und das wissen wir aus unserem Azubi-Report.

00:01:28: sind unsere klassischen Berufsorientierungsformate dann nicht schon komplett aus der Zeit gefallen?

00:01:36: Also ich sage es mal ganz kompakt ja in vielen Fällen ist das absolut der Fall weil wir auf der einen Seite halt eben junge Menschen haben die diesen Trend diese Möglichkeiten halt doch sehr intensiv nutzen und auf der anderen Seite halt Unternehmen versuchen junge Menschen zu begeistern mit Methoden die ja langsam ein bisschen in die Jahre kommen sind wo es einfach unglaublich schwer wird, die Aufmerksamkeit überhaupt noch zu binden und die überhaupt auch für eine Bewerbung zu begeistern.

00:02:07: Wie begeistert wir junge Menschen aus deiner Sicht am aller effektivsten vielleicht nicht am besten sondern so Dass wir sie am ende auch irgendwie in unseren funnel bekommen und dann auch wirklich zum abschluss bringen.

00:02:22: Ich glaube das ist eine frage die auf mit zwei bestandteilen beantworten werden.

00:02:26: auf einer seite stehe ich ja vor der rausforderung ich muss die aufmerksamkeit kriegen, dass heißt ich muss überhaupt erst mal als potenzielle ausbildungsbetrieb wahrgenommen werden.

00:02:35: Und an zweiter stelle und das ist meiner meinung nach den noch viel wichtigere teil ich muss es halt irgendwie schaffen die aufmherksamkeit lang genug zu halten das aus Zum Prinzip so Marketing, jeder Formel aus einer kurzfristigen Aufmerksamkeit und echtes Interesse entstehen kann.

00:02:51: Und da gibt es meiner Ansicht nach nur ein Format... Und das sind halt eben interaktive Formate, wo die jungen Menschen selber etwas machen können.

00:03:00: Denn wir wissen aus unzähligen Berichten, dass halt mit langen Videoformaten immer schwieriger wird, die Leute dran zu behalten und Wissen zu vermitteln.

00:03:11: Also kurz gesagt mit interaktiven Formaten also mit Spielen.

00:03:14: Das ist genau der Bereich in dem wir auch viel unterwegs sind!

00:03:19: Jetzt gibt es ja viele Menschen die von Videospielen nicht ganz so viel halten.

00:03:23: Jetzt gibt das Menschen, die finden das total gut.

00:03:26: Wie schaffen wir's mit so einem Videospiel?

00:03:28: Die Aufmerksamkeit wirklich auch zu binden und nicht dass sie sofort sagen Gott was ein Scheiß!

00:03:35: Also ich kann dich insofern beruhigen bei der Zielgruppe, wenn wir vorhin jetzt im Zubi-Marketing unterwegs sind oder Praktikantinnen, Praktikannten Young Talents & Co.. Der Gamingmarkt ist per se erheblich größer als die meisten Menschen denken.

00:03:50: Ich verweiste ganz gerne auf einen ziemlich umfangreichen Bericht von der GameCv, das ist so der Dachverband der deutschen Spielerentwicklerinnen-Entwickler, die unter anderem festgestellt haben dass zwischen sechs und neun Sechzig Jahren in Deutschland rund sechzig Prozent regelmäßig Videospiele spielen.

00:04:07: man geht davon aus dass in Deutschland alleine rund drehenzwanzig Millionen Menschen regelmäßig auf dem Handy Spiele spielen.

00:04:13: also Gaming ist keine Mische, sondern es wird leider nur aus der Unternehmensperspektive noch häufig als Mische.

00:04:19: Als besonders innovatives neues Thema eingestuft.

00:04:22: Wohingegen man in der privaten Nutzung hervorragend sieht das Spiele auf allen Ebenen halt funktionieren.

00:04:31: Wenn man da jetzt sehr konservativ sein möchte kann man einfach mal gucken wie viele Spielangebote es plötzlich auf LinkedIn gibt oder dass die New York Times in ihrem Abo plötzlich ein riesiges Gaming-Abo mit drin haben.

00:04:42: Da gibt es... viele Belege für.

00:04:46: Lass uns mal reingehen, warum Gaming bei der Mehrheit funktioniert und wenn ich dich richtig verstanden habe dann funktioniert das nicht nur bei der jungen Generation über die wir jetzt auch ja fokussiert sprechen wollen sondern das funktioniert anscheinend bei allen Menschen.

00:05:02: Das heißt es ist ein Thema was Generationen übergreifend klappen kann

00:05:08: Absolut, absolut.

00:05:10: Also es gibt mit Spielen irgendwo so eine gläserne Decke und ab dem Zeitpunkt also wenn ich jetzt was als ich in einer Oberstaatsanwältin suchen würde dann würde ich das jetzt nicht zwingend als erstes mit einem Spiel machen.

00:05:24: auf der anderen Seite im Bereich Rechtshilfe und Co kann ich mir hervorragend vorstellen so etwas zu machen.

00:05:33: Also, ohne das jetzt werten zu wollen.

00:05:34: Aber es gibt halt eben einfach so ein Level.

00:05:38: da ist aber wahrscheinlich sogar die analoge Bewerbung schickt mit so einer Ledermapfe und allem drum und dran doch manchmal noch der bessere Weg weil das halt eben das passende den passenden Prestige halt eben auch mitbringt.

00:05:50: Die meisten Bereiche kann man her Vorgang mit Spielen abbilden.

00:05:53: also sehe ich aus eigener Erfahrung.

00:05:55: Eines meiner Lieblingsspiele ist ein Videospiel, das wir zum Beispiel für den Justizvollzug gebaut haben.

00:06:00: also wenn dich immer schon mal als Justiz-vollzugsbeamter versuchen wolltest dann hast du über uns die Chance.

00:06:08: Hat jetzt bei mir in meinem persönlichen Karriereplan noch nicht so den Anzug gewonnen wenn ich ehrlich bin.

00:06:14: aber tatsächlich finde ich das Thema Gaming und wir haben ja dieses Smartphone wirklich ständig in der Hand der zum Gaming neigt.

00:06:25: Ich weiß aber auch, dass das durchaus ein Format sein kann was in der ... ich sag mal wenn wir über Aufmerksamkeit sprechen Wenn wir über Differenzierung als Arbeitgebende auch sprechen wollen, dass es durchaus ein Hebel sein kann.

00:06:40: Was sind denn so die Trigger?

00:06:43: Warum finden das junge Menschen auch geil dann das im Gaming zu erkennen?

00:06:46: Also was steckt da für eine Psychologie auch dahinter?

00:06:52: Also wenn wir es ganz runterbrechen, bemerken wir ja auf allen Kanälen und ich glaube auch bei uns selber, wenn wir tief in unser Herz reinhören das lange Texte lesen echt eine Herausforderung geworden ist.

00:07:05: Wir haben nicht die Ruhe und vor allem die komplette Umgebung zeigt uns ja dass lange Texteleesen halt nicht der typische Weg mehr ist.

00:07:14: Auf der anderen Seite habe ich aber Social Media.

00:07:16: Videos, die dann eine durchschnittliche Viewtime von zwei, drei, vier Sekunden haben und in der Gänze vielleicht dreißig, vierzig, fünfzig Sekunden lang sind plötzlich super kleine Zeitfenster um meine Inhalte zu vermarkten.

00:07:31: Und ich glaube die Lösung – und ich nenne es mal jetzt ganz bewusst nicht Spiele sondern interaktive Formate eben da drin liegt weil dort kann ich selber etwas machen Und wenn ich selber aktiv bin, bin ich plötzlich viel stärker bereit mich auf Dinge einzulassen.

00:07:51: Das sieht man auch mal ganz gut.

00:07:54: Wir haben einige Kunden die kommen zu uns weil sie für sehr viel Geld Image Videos haben machen lassen so drei vier fünf zum Teil acht Minuten Die dann aber eine durchschnittliche Würter im unter zwanzig Sekunden haben und dann habe Ich halt was wunderschönes kreiert.

00:08:09: Aber am Ende guckt sich es kaum jemand an.

00:08:11: und das ist der riesige Unterschied sobald Eine Zielgruppe selber etwas machen lasse, ob das jetzt in einem Spiel ist.

00:08:17: Ob das irgendwelche Klickstrecken sind.

00:08:21: Sobald da eben auch ein Fortschritt und eine Belohnung mitgekoppelt ist, krieg ich plötzlich viel länger die Zeit.

00:08:29: Wir haben auf den Spielen zum Beispiel eine Durchschnittlich-Spieldauer von jenseits von fünf Minuten.

00:08:33: also wenn du das mal so nebeneinander hältst... Dreizig Sekunden auf anderen Kanälen, da kann ich vielleicht so einen kleinen Elevator-Pitch raushauen.

00:08:39: Wohingegen in fünf Minuten kann nicht nur komplexe Geschichte erzählen und wirklich auf die Bedürfnisse der Spielerinnen und Spieler eingehen?

00:08:47: Ja als du das vorhin erzählt hast habe ich dir sehr aufmerksam zugehört Stefan!

00:08:52: Und hab gedacht verdammte Axt wie kriege ich denn jetzt bitte in fünf Sekunden oder noch weniger so die Kernbotschaft auch heraus dass sich dann ein junger Mensch Für mich als Arbeitgeber, als Organisation für den Ausbildungsberuf tatsächlich interessiert.

00:09:11: Weil in dem Moment wo ich den Ausbildung beruf Bankkaufmann, den ich gelernt habe ausgesprochen habe sind die fünf Sekunden ja schon rum.

00:09:19: da frage ich mich wirklich wie kommen wir da auch in den Kopf der jungen Menschen rein und das wissen wir auch aus unserem Report Ja, ein Stück weit nach Sicherheit suchen die wollen ja quasi aber die wissen gar nicht so richtig wie sie daran gehen sollen.

00:09:35: Die suchen um es mit einem Wort zu beschreiben Orientierung und das ist in wenigen Sekunden aus meiner Sicht nahezu unmöglich.

00:09:44: Ich glaube ich glaub die die Crux liegt halt da drin dass viele Unternehmen aktuell versuchen die Leute auf Social Media schon zu überzeugen weil da die Zeitfenster zu klein sind.

00:09:54: Und auf der anderen Seite ist aber, guckt ihr kurz dieses Video an und geht dann auf unsere Karriere-Lendingpage wiederum ein Angebot das für die meisten jungen Menschen halt nicht so attraktiv ist, weil das ja wieder damit verbunden ist dass ich lange Texte lesen soll.

00:10:08: Das ist quasi das wo wir immer anknüpfen, wir tauschen einfach jetzt Bewerben gegen jetzt Spielen und schicken die Leute zum Beispiel von Social Media aus, von irgendwelchen Plattformen aus in einen Spiel rein und lassen sie da selber erleben warum eine Bewerbung ... richtig gute Idee ist.

00:10:24: Das heißt über Videogaming oder über interaktive Formate, wie du es jetzt auch mehrfach genannt hast was ich übrigens ein schönes Straming finde weil Interaktion setzt ja voraus dass da etwas miteinander gemacht wird ob das jetzt ich alleine mit einem Video bin oder ich allein mit jemand anders.

00:10:39: aber es werden dann ja auch in diesen Games wenn ich das richtig verstanden habe werden dann Ja auch Geschichten erzählt und ich glaube dieses Storytelling macht's am Ende auch aus.

00:10:48: das kriege ich halt in dem zehn Sekunden Short auch nicht wirklich hin.

00:10:52: Und das Schöne ist Spiele, wenn man es richtig macht.

00:10:56: Also wir bauen in den meisten Fällen Spiele die dem Konzept eines Rollenspiels entspricht.

00:11:02: also ich bin eine Heldin ein Held und bin dann im Unternehmen unterwegs und mache verschiedene Aufgaben.

00:11:10: Ich habe plötzlich die Möglichkeit die einzelnen Geschichten, die einzelnern Content Pieces bestimmten Figuren im Spiel auch auf die Zunge zu legen und so habe ich dann plötzlich den Kollegen in der Produktion, die Kollegin in einer Verwaltung oder umgekehrt natürlich.

00:11:28: Die mir eben Einblicke aus ihrem Beruf geben und das wiederum wenn ich es richtig mache kann ich sogar noch mal hervorgen mit Videos koppeln sodass sich zum Beispiel in einem Spiel mir manche Sachen erklären lassen und plötzlich ploppt ein Video von der Person in echt doch mal zeigt, dass all das was im Spiel passiert eben auch absolut authentisch ist.

00:11:49: Ja ja.

00:11:52: Gehen wir nochmal zurück auf das Thema Aufmerksamkeitsökonomie.

00:11:57: Du bist jetzt auch schon genauso wie ich nicht erst seit vorgestern in dem Markt unterwegs und wir beobachten ja auch viele Dinge.

00:12:04: Was hat dich

00:12:05: bzw.,

00:12:06: was hat sich da vielleicht auch gehen wir mal nur ins letzte Jahrzehnt?

00:12:12: Grundlegend im Markt verändert außer die Tatsache, dass das Thema KI natürlich nicht mehr wegzudenken ist.

00:12:21: Auf das letzte Jahrzehnt?

00:12:23: Das ist eine große Frage weil ich meine was ist im letzten Jahrzehn?

00:12:27: alles passiert also... Also ich glaube der große Unterschied ist, dass viele Leute überhaupt nicht mehr daran gewöhnt sind manchmal ein bisschen mehr Aufwand in etwas reinstecken muss und dass man manchmal auch warten muss.

00:12:45: Das ist keine Schulzuweisung, es wäre mir wahrscheinlich wenn ich ein Stückchen jünger wäre genauso passiert weil einfach dieses Überangebot da ist.

00:12:54: Weil alle Inhalte konkurrieren ja vor allen Dingen über Social Media auch miteinander und mich da als HR-Abteilungen mit meiner Werbebotschaft also... Ich konkurrier ja nicht nur mit dem Betrieb nebenan, sondern ich konkurriere auch mit Netflix und Co.

00:13:10: über die selben Kanäle ihrer Botschaften raus.

00:13:15: Ja würde ich sagen also das ist es einfach gelernt.

00:13:20: Ja ich glaube um das zu ergänzen vielleicht ist auch das letzte Jahrzehnt ein falscher Zeitraum.

00:13:25: Das kann schon sein.

00:13:26: Vielleicht sind's auch noch die letzten fünf Jahre oder vielleicht ist es ein bisschen länger dass was ich durchaus beobachte.

00:13:31: Deshalb bin ich gespannt auf deine Perspektive.

00:13:34: wir haben Ein maximales Überangebot an Informationen und Details, wenn ich an meine Zeit zurück denke.

00:13:42: Ich bin jetzt letztes Jahr vierzig geworden das muss sich hier keiner merken.

00:13:45: aber ich habe vor zwanzig Jahren eine Bankausbildung gemacht.

00:13:48: Zweitausendfünf bis zwei tausend acht zweieinhalbjährige Vernünft.

00:13:52: Ich sage in meinen Worten vernünftig.

00:13:54: die Bank Ausbildung gestartet.

00:13:57: Damals zu dem Zeitpunkt gab es tatsächlich noch nicht mal Smartphones.

00:14:02: Ja, also ich weiß gar nicht mehr was mein erstes Handy war.

00:14:05: so das heißt wir haben ja durchaus prägende und signifikante Veränderungen Durch solche Gimmicks und durch solche Gegenstände mittlerweile.

00:14:16: damals war das Telefon auch das hört sich völlig beknackt an nur zum telefonieren da und das war schon etwas.

00:14:21: da konnte man irgendwie keine Ahnung, Snake auf dem Handy spielen.

00:14:24: So das ist die Zeit wo ich mich auf eine Ausbildungsstelle beworben habe und da gab es tatsächlich auch noch nur die Papierbewerbung ne?

00:14:33: Das heißt da wurden die... Ich glaube dass es heute nicht mehr.. Es gibt es immer noch!

00:14:38: Ich glaube auch nicht dass es komplett aussterben wird aber es gibt es imer noch.

00:14:41: Das heißt die Papierebewerbung hat sich ja auch schon mal verabschiedet.

00:14:45: Das heisst auch die Zeit die ich für so eine Bewerbung brauche oder investiere hat sich aus meiner sicht auch deutlich verringert oder wir sprechen ja hier aufs über gaming und über interaktive formate.

00:14:59: die zeit die ich in so eine bewerbung investiere, hat sich grundlegend verändert.

00:15:05: Und deswegen ist es vollkommen klar dass die bedürfnisse der jungen generation anders adressiert werden müssen als damals noch bei uns weil viele unternehmen einfach sagen ne papierbewerbung brauchen wir nicht mehr ne ökologischer fußabdrück und so leute.

00:15:19: Also rafft euch mal, wollen wir gar nicht mehr.

00:15:22: Und dann ist es aber so one-click Bewerbung und sowas.

00:15:26: Ich denke gerade schon an den Prozess dahinter.

00:15:28: Weißt du?

00:15:28: Wir haben ein tolles Videogame in unserem Prozess!

00:15:31: Aber was kommt

00:15:32: dann?!

00:15:33: Dann muss ich ja auch... Wie interagiert ihr damit euren Kunden?

00:15:37: Wie sehr geht ihr auch darauf ein?

00:15:39: So nach dem Motto jetzt habt ihr einen tollen Game von uns.

00:15:42: Jetzt müsst ihr den Prozesse aber auch bitte gestalten.

00:15:48: Ja, also ich musste gerade schmunzeln vielleicht um das kurz mit dem Handy einzuschmeißen.

00:15:52: Ich uns trennt das Alter da nicht besonders.

00:15:55: Ich bin auf jetzig und es war das Alcatel One Touch Easy mit einem zweizeiligen Bernsteinfarmen Display.

00:16:03: Es war schön sich damit mich da gar nicht zurück zu erinnern.

00:16:06: Natürlich ist hat sich unglaublich viel geändert.

00:16:10: Ich habe meine ersten Bewerbungen auch Papierform rausgeschickt und vor allen Dingen Es war ja auch eine Zeit, da hieß es dann eher Stefan freudig dass du ein Ausbildungsplatz bekommen hast sind nicht genug für alle.

00:16:21: Da war die Rahmenbedingungen noch ne ganz andere.

00:16:24: ich glaube das die jungen Menschen aktuell vor vielen Herausforderungen stehen.

00:16:33: auf der einen Seite über ist natürlich jetzt aktuell durch KI die große Frage Welche Berufe sind die, die ich in Zukunft machen sollte?

00:16:42: Ich habe vor kurzem auf einem Event spannenderweise neben einem Geschäftsführer von einer Handwerkskammer gesessen und war dann ein bisschen im Austausch.

00:16:51: Und der hat mir im Prinzip so zwischen Türen eingesteckt dass Handwerkesberufe gerade einen unheimlichen Zulauf kriegen weil da halt eben das größte Sicherheitspotenzial drin gesehen wird.

00:17:04: Ja ja und Auf der anderen Seite was mich aber Insgesamt noch viel mehr beschäftigt ist, dass die Art und Weise wie junge Menschen sich bewerben auch gerade nochmal ganz massiv verändert.

00:17:18: Das sieht man vor allem wenn man jetzt ein bisschen über den großen Tag drüber guckt.

00:17:22: in den USA gibt es viele Online-Plattformen wo ich nur noch meinen Lebenslauf hoch lade und wo die KI-Platform dann einfach mal nicht fünfzig sondern fünfundhundert oder fünftausend Bewerbungen für einen raus schickt was dann die HR Abteilung wieder neue Herausforderungsabgründe reinstürzt, wenn man so im Hinterkopf eine durchschnittliche Sichtung von der Bewerbung sei zwischen zwanzig und fünfzwanzig Minuten dauern.

00:17:49: Wenn ich mir da überlege selbst wenn ich nur fünfmal viele Bewerbungen bekomme vor welchen Herausforderungen ich da stehe auch vielleicht wieder ein spannender Ansatz wo man mit Spielen vorkwalifizieren kann.

00:18:00: also ich war letzte Woche auf einer Messe und normalerweise kommen dort Leute zu uns die sagen Wir kriegen viel zu wenig Bewerbung.

00:18:08: Wir brauchen einen Format, um die Aufmerksamkeit der jungen Menschen zu

00:18:11: gewinnen.".

00:18:12: Und auf der letzten Messe hatte ich aber jetzt die ersten Unternehmen, die zu uns kamen und sagten wir werden zugespannt mit Bewerbung.

00:18:20: können wir uns überlegen wie wir mit so einem Spiel vorqualifizieren um darüber sicherzustellen dass sich die jungen menschen denn überhaupt mit mir, mit meinem Angebot, mit unseren Ausbildungs- und Bildungsberufen wirklich beschäftigt haben?

00:18:31: oder ob das nun ein Agent war?

00:18:40: Ist das auch ein Case?

00:18:41: Ich bin da immer ein bisschen zwiegespalten beim Thema Vorqualifizierung durch KI.

00:18:46: Wo soll das Ganze denn noch hinführen, weil du auch als du gerade berichtet hast aus den Staaten klar auf Knopfdruck dann ganz viele Bewerbungen raus zu feuern... Ich meine, dann macht die HR-Abteilung das mit dem Zeitablauf aus oder die die Preselection betreiben im Prozess.

00:19:03: Das heißt bin ja da total.

00:19:04: und es sagt auch der Kollege Joachim Dirk aus Hamburg immer ganz gerne wir sind in einem totalen KI Red Race unterwegs.

00:19:11: also wer haut da irgendwann mal einen Anker rein dass das nicht weitergeht?

00:19:17: Und da kann's natürlich schon eine Idee sein, dass man über wiederum ein interaktives Format KI generierten Quatsch nenne ich ihn mal irgendwie rausfiltern kann, dass sich am Ende des Tages meine wertvolle Zeit weil das ist für alle Parteien das wertvollste Gutes darf man sich in dem ganzen Prozess auch immer gerne wieder vor Augen führen.

00:19:39: Wie bekomme ich es dann hin?

00:19:41: wirklich meine zeit so einzusetzen auf die bewerbungen, dies auch wirklich dann verdient haben.

00:19:47: Die sich damit beschäftigt haben, die nicht einfach nur auf den knopf gedrückt haben und gemeint haben nur weil der kumpel jetzt chat chipitino nutze ich das jetzt auch und hau die Bewerbung mal raus.

00:19:56: ist es bei euch einen business case?

00:19:58: Den ihr auch seht oder sagst du wir fokussieren uns voll auf dieses aufmerksamkeit thema?

00:20:07: Super spannende frage.

00:20:09: Ich glaube, das ist etwas was noch viel stärker kommen wird.

00:20:14: Wir können im Prinzip mit unserem Gaming-Ansatz die komplette Journey bespielen von Employer Branding um erst mal einen Touchpoint zu schaffen über Vorqualifikation bis hin so preboarding und onboarding Wissensvermittlung kann man mit Spielen auch hervorragende Sachen machen Wenn man sich so überlegt, wenn du dich an deine letzte Sicherheitsunterweisung erinnert, wo man dann eine Stunde oder zwei sitzt und erklärt, warum man nicht auf einem drehbaren Schreibtischstuhl drauf klettern soll.

00:20:42: und solche Geschichten kann man mit Spielen auch coole Sachen machen.

00:20:45: Aber ich schweife ab, entschuldigung bitte!

00:20:48: Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass sich da unsere Aufgabenstellung, die wir von unseren Kunden kriegen, massiv dahin verschieben wird.

00:20:57: Dass die Spiele zur Vorqualifikation genutzt werden um darüber einfach sicherzustellen.

00:21:02: haben wir sich wirklich mit dem Unternehmen beschäftigt und damit beschäftigt worauf sie sich bewerben?

00:21:07: haben die verstanden worum es geht?

00:21:09: weil damit könnte man ja noch eine zweite Problematik hervorragend lösen, nämlich dass junge Menschen innerhalb von den ersten zwei drei Monaten ihrer Ausbildung känzeln weil die eben etwas ganz anderes erwartet haben.

00:21:25: Aber setzt es nicht beim Unternehmen voraus, also dass ich da auch eine ganz saubere Anforderungsanalyse machen muss.

00:21:33: Also bevor ich als Unternehmen mich damit beschäftige wie ich die Aufmerksamkeit generiere, muss ich mir als Unternehmen nicht erstmal vollkommen im Klaren sein und auch wirklich Zeit investieren.

00:21:46: Welche jungen Menschen brauchen wir denn für diesen Ausbildungsberuf wirklich?

00:21:50: und mir ist total bewusst, dass bei jungen menschen Kompetenzen noch nicht so ausgeprägt sein können wie bei biologisch etwas ältere Menschen.

00:21:56: Das liegt ja in der Natur der Sache aber ich habe eine gewisse Idee welche Menschen in meiner Organisation reinpassen oder auch nicht.

00:22:06: Ist es etwas was ihr euren Kunden auch mitgebt?

00:22:09: Oder was bekommt ihr um dann so ein Spiel auch aufzusetzen?

00:22:14: oder die frage etwas kürzer was ist die grundlage dafür?

00:22:19: also wir machen jede woche einige workshops um erste spielkonzepte zu entwickeln und ich kann nicht insofern beruhigen.

00:22:28: also dass die die unternehmen mit denen ich zumindest im gespräch bin die haben meistens eine sehr konkrete vorstellung welche leute die gerne hätten.

00:22:36: und auf der anderen seite habe ich auch den eindruck das ist gar nicht so Speziell, also es ist vor allen Dingen eine Motivationsfrage.

00:22:46: Wenn die jungen Menschen wissen was sie machen wollen und was sie bekommen in der Ausbildung im Unternehmen dann ist die Motivation Frage damit auch meistens geklärt.

00:22:57: Doof ist halt nur wenn man mit einer anderen Erwartung hingeht als das was man hinterkriegt.

00:23:04: Das ist das leidige Spiel mit der Erwartungshaltung.

00:23:08: Also jede Enttäuschung, die es auf diesem Planeten gibt, setzt eine Erwartungshaltung voraus und die Erwartungen mache ich mir im Grunde genommen selber.

00:23:18: Deswegen ist auch ein Shout-out an alle Unternehmensvertreter ausbildungsverantwortlich oder alle, die an diesen Prozess auch beteiligt sind da wirklich auch ganz intensiv miteinander zu sprechen idealerweise face-to-face.

00:23:32: Das darf auch virtuell sein, ich glaube das darf man in dem ganzen Kontext gar nicht vergessen dass man dadurch auch eine gewisse Geschwindigkeit in den Prozess rein bekommt.

00:23:41: Dass man so erste Videocalls macht Und da kann man natürlich auch schon schauen, ob die jungen Menschen mit dieser Technologien ein Stück weit umgehen können.

00:23:49: Ich gehe jetzt ganz stark davon aus, dass sie das besser können als wir weil wir dann nicht groß geworden sind.

00:23:54: aber auch das ist wiederum nur eine Erwartungshaltung und ich bin ja auch schon ganz offen böse auf die Nase gefallen, dass ich mit Menschen gesprochen habe, die deutlich älter sind als ich und die mit digitalen Tools noch besser umgehen könnte als ich.

00:24:08: also es geht in alle Richtungen darauf will ich hinaus.

00:24:10: Ich glaube, das ist kein Thema der Generation an sich.

00:24:14: Aber ich glaube, dass was wirklich wichtig ist.

00:24:16: Dass man sich in klaren ist und damit meine ich wirklich das Wort klar Was man denn wirklich sucht?

00:24:21: Und ich bin bei dir Das ist wahrscheinlich bei jungen Leuten die natürlich nach einer gewissen Sicherheit suchen.

00:24:28: das wissen wir ja auch aus unserem report.

00:24:30: Da müssen wir das thema motivation abklopfen.

00:24:33: die sind noch so fuzzy Also, wirklich gar nicht wissen noch gar nicht so wirklich in welche Richtung sie wollen.

00:24:39: Und ich glaube da haben wir als Ausbildungsverantwortliche auch einen Auftrag, sie ihnen ein Stück weit zu begleiten, gar nicht sehr zu manipulieren sondern wirklich zu begleichen und Optionen aufzuzeigen was passieren kann.

00:24:54: Ich glaube dann generiert das so ein Gefühl von Sicherheit zumindest ein bisschen und dann sind wir im Ausbildungsspiel drin

00:25:03: Absolut.

00:25:04: Also ich glaube, wir müssen halt gucken das wir Formate finden in denen wir diese Berufsorientierung möglichst einfach machen und so besser junge Menschen wissen was sie kriegen umso mehr sie auch auf Entdeckungstour gehen können umso höher ist die Chance dass Leute sehr früh den für Sie richtigen Weg finden.

00:25:34: Und ich glaube da kann es tatsächlich zum Abschluss der heutigen Episode lieber Stefan, sehr sinnvoller Schritt sein, sich mit interaktiven Formaten zu beschäftigen.

00:25:45: Weil ich da dann einfach in den direkten Austausch wie auch immer mit meiner Zielgruppe komme und daraus und das kenne ich so aus meiner Praxis dann auch wahnsinnig viel lernen kann um dann die nächsten Prozessschritte von denen ich vorhin auch schon gesprochen habe dann sauber darauf aufzusetzen.

00:26:01: was hilft mir dass wenn ich vorne dran ein geiles Videogame eingebaut habe?

00:26:05: Und ich wirklich super viele spannende Persönlichkeiten junge Persönlichkeit in den Prozess reinbekommen.

00:26:12: Und die Bewerbung dann zwei Wochen liegen bleiben, weil ich keinen blassen Schimmer habe wie ich damit jetzt umgehen soll.

00:26:16: auch das ist leider immer noch bittere Realität und dann wird ganz gerne um da jetzt nochmal den Bogen zu spannen Dann wird auch ganz gerne immer vom Fachkräftemangel gesprochen und bei dem Spiel um in dem Bild zu bleiben Da spiele ich dann nicht mit.

00:26:32: aber nochmal abschließend es ist ein interaktive Formate werden zukünftig sicherlich noch mehr an Bedeutung gewinnen.

00:26:42: Stefan, kann ich mich nur anschließen?

00:26:46: Super!

00:26:47: Ich danke dir für deine Zeit.

00:26:49: Freu mich du wirst glaube ich wenn ich das richtig weiß wirst Du auch auf dem Embrace Festival mit dabei sein.

00:26:55: Da freuen wir uns auch drauf, dich in Berlin begrüßen zu dürfen.

00:26:57: Und an der Stelle danke ich dir für deine Zeit denn das ist immer noch das wertvollste was man einem anderen Menschen schenken kann und wünsche dir an der stelle noch alles Gute und hoffentlich auf bald mal dann persönlich und in Natur.

00:27:11: Danke dir sehr.

00:27:12: Es war mir ein absolutes Vergnügen.

00:27:14: Vielen Dank Alles Gute!

00:27:15: Danke dir.

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